Tempo in der klinischen Forschung entsteht selten durch eine einzige große Maßnahme. Es ist die Summe kleiner Entscheidungen, die gut zusammenpassen. Sites, die vom ersten Tag an startklar sind, zum Beispiel, weil Verträge, Schulungen und Dokumente bereits abgeschlossen sind, bevor der erste Patient eingeplant wird. Oder Daten, die direkt beim Besuch erfasst werden, sodass Queries sofort geklärt werden können, statt erst Tage später.
Auch die Zusammenarbeit zwischen Sponsor und CRO bestimmt das Tempo. Wer in derselben Umgebung arbeitet statt in getrennten Tabellen und E-Mail-Verläufen, sieht einen Engpass in dem Moment, in dem er entsteht, nicht erst beim nächsten Statusgespräch. Und eine Trial Master File, die durchgehend in Ordnung gehalten wird, muss nie kurz vor einem Audit hastig in Ordnung gebracht werden. Klinische Studien beschleunigen bedeutet vor allem, früher zu sehen, was passiert, damit rechtzeitig gegengesteuert werden kann.
Ein Rechenbeispiel macht das greifbar. Eine multizentrische Studie mit zwanzig Sites, die zwei Wochen früher startet, weil alle Sites gleichzeitig startklar sind, spart bei durchschnittlichen Studienkosten von zehntausend Euro pro Tag schnell rund hunderttausend Euro. Und das, bevor die frühere Markteinführung mitgerechnet wird, sowie die Patienten, die dadurch Monate früher Zugang zu einer Behandlung erhalten.